Autogenes Training
Autogenes
Training wurde in den 20er Jahren von dem deutschen Nervenarzt Prof. Dr. J. H.
Schultz (1884-1970) entwickelt. Autogen
bedeutet "selbst erzeugt". Es
ist eine Methode, sich selbst systematisch in einen angenehm tief entspannten
Zustand zu versetzen. Es werden dazu gezielt bestimmte vegetative Funktionen des
Körpers angesprochen, die normalerweise nicht der bewussten Steuerung
unterliegen wie die Pulsfrequenz oder die Durchblutung. Autogenes Training
hat einen harmonisierenden Einfluss auf die Organe, baut Stress und Spannungen
ab und führt zu Erholung, Ausgeglichenheit und Wohlbefinden. Gedacht ist Autogenes Training zur Prävention, zur Erhaltung der Gesundheit. Es ist aber
auch anwendbar bei vorhandenen psychosomatischen Beschwerden wie
Spannungskopfschmerzen oder Schlafstörungen. Autogenes Training ist ökonomisch tagsüber einsetzbar, da es in 10 bis 20 Minuten im Sitzen durchgeführt werden kann. Voraussetzung für die Wirksamkeit ist allerdings eine ausreichende Schulung in dem Verfahren, die üblicherweise mehrere Monate dauert, und die tägliche Übung. Die Schulung erfolgt üblicherweise in der Gruppe und wird von vielen Institutionen angeboten. Die tägliche Praxis erfordert eine gewisse Selbstdisziplin bzw. den Einbau von Übungszeiten in den Tagesablauf.
Autogenes Training: Durchführung Während
des Autogenen Trainings konzentriert man sich gedanklich auf formelhafte Sätze,
die sich auf bestimmte Körperteile oder Organe beziehen und ein bestimmtes Körperempfinden
beinhalten wie z.B. „Rechter Arm ganz schwer.“ Man lasse dies auf sich
wirken und achte in diesem Beispiel also auf den rechten Arm, ob sich hier mit
der Zeit ein Schweregefühl einstellt. Dieses Gefühl kann nicht erzwungen
werden, jede zu starke willentliche Aktivität würde die Anspannung nur erhöhen.
Es geht vielmehr um das gezielte Geschehenlassen einer automatischen Reaktion,
die sich normalerweise von selbst einstellt, wenn man zur Ruhe kommt wie z.B. während
des Schlafs, der bekanntlich auch nicht herbei gezwungen oder beschleunigt werden
kann. Zur Grundstufe des Autogenen Trainings gehören neben den Einleitungs- und Abschlussformeln sechs Grundübungen in der folgenden Reihenfolge: Schwere, Wärme, Herz, Atem, Sonnengeflecht (Bauch) und Stirnkühle. Im Anschluss ist es möglich sich einen formelhaften Vorsatz im Sinne einer positiven, unbewusst wirkenden Selbstbeeinflussung zu sagen.
Autogenes Training in der Klinik
am Osterbach An unserer Klinik bieten wir Autogenes Training zweimal wöchentlich für die Dauer des Aufenthalts zur Entspannung, zum Kennenlernen des Verfahrens und zum Erlernen der ersten Schritte an. Für das vollständige Erlernen ist in jedem Fall das weitere regelmäßige Üben nach der Rehabilitation notwendig. Hilfestellung können auch Literatur und CDs mit aufgesprochenen Formeln und Entspannungsmusik geben, die es im Buchhandel gibt. Wir freuen uns, Sie in unserem Haus begrüßen zu können.
Ulrich
Geißler
Zur Klärung
weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten steht
Ihnen unser Chefarzt im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte
vereinbaren Sie zuvor einen Termin in unserer Privatambulanz.
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